Schnüren Sie sich Ihr individuelles Pflegepaket

Geposted von [email protected] / 12. Januar 2017 / , , , , , , , , / 0 Kommentare

Wer einen pflegebedürftigen Menschen betreut oder selbst betroffen ist, weiß wie kostenintensiv die verschiedenen Behandlungen und benötigten Produkte sind. Gut wenn man weiß, dass dem Betroffenen ein kostenfreies Pflegepaket zusteht.

Was ist ein Pflegepaket?

Mit Beginn des Jahres 2017 sind das 2. und 3. Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Aus Pflegestufen wurden Pflegegrade. Niemand, der bereits vor dem 01. Januar 2017 in eine Pflegestufe eingestuft wurde, ist schlechter gestellt als vorher. Das bedeutet: Wer bereits Leistungen in einer Pflegestufe beanspruchte, Zuhause oder in einer Wohngemeinschaft lebt und von mindestens einer Person gepflegt wird, behält seinen Anspruch auf das Pflegepaket und somit die kostenlosen Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro monatlich.

Wer bezahlt das Pflegepaket?

Das Pflegepaket ist nach SGB XI eine Zusatzleistung der Pflegekasse, das schriftlich bei der jeweiligen Kasse beantragt werden muss. Verschiedene Anbieter übernehmen diese Formalitäten für Sie: Dazu füllt man einfach das Online-Formular aus oder fordert die Unterlagen schriftlich an.

Wie funktioniert die Bestellung?

In dem Online-Formular werden Daten wie Ihre Adresse, Ihre Pflege-Versicherung und der vorliegende Pflegegrad abgefragt. Ihr gewählter Anbieter übernimmt die Abstimmung und Abrechnung mit Ihrer Pflegeversicherung. Nach Bewilligung des Antrages durch die Pflegekasse wird das Pflegepaket kostenfrei zugeschickt. Einmal bewilligt, ist Ihr Anspruch auf die kostenfreien Pflegeprodukte Monat für Monat unbefristet gültig – solange Ihre persönlichen Voraussetzungen gelten.

Was beinhaltet ein Pflegepaket?

Sie können sich das Pflegepaket individuell zusammenstellen oder aus verschiedenen Paket-Varianten wählen, der Gesamtwert darf 40 Euro nicht übersteigen. Enthalten sind Pflegehilfsmittel wie Schutzschürzen, Einmalhandschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmitteln und Bettschutzeinlagen. Grundsätzlich dürfen Produkte verschickt werden, die der häuslichen Grundpflege dienen, beispielsweise saugende Schutzunterlagen, Desinfektionsmittel für Hände und Flächen sowie Schutzhandschuhe. Vorlagen oder Inkontinenzhilfen hingegen sind rezeptpflichtig und müssen mit der Krankenkasse abgerechnet werden.

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