Änderungen in der Pflege zum 1. Januar 2015: Pflegestärkungsgesetz

Geposted von [email protected] / 27. März 2015 / , / 0 Kommentare

Es warten auf pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen einige Änderungen in der Pflege zum 1. Januar 2015. Ab dem 1. Januar werden flexiblere Leistungen und mehr Geld das Leben und Auskommen erleichtern.

Änderungen in der Pflege beinhalten mehr Geld für Pflegebedürftige

Zum neuen Jahr tritt das sogenannte Pflegestärkungsgesetz in Kraft, welches das vorige Pflegegesetz ersetzen wird. Zu den Vorteilen gehört eine Erhöhung des Pflegegeldes in den Stufen eins bis drei. Die versicherten Personen erhalten so ohne umständliche Antragstellung zwischen neun und 18 Euro mehr als bisher. Auch für Demenzkranke versprechen die Änderungen in der Pflege zum 1. Januar 2015 eine finanzielle Erleichterung. Ab einem bestimmten Härtegrad werden die Betroffenen in die Pflegestufe 0 eingestuft, so dass zusätzliche Leistungen genutzt werden können, ohne dass das Pflegegeld sich reduziert. Mehr Geld steht mit den Änderungen in der Pflege zum 1. Januar 2015 allen Pflegebedürftigen für eine niedrigschwellige Betreuung und auch bei Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zur Verfügung.

 

Änderungen bei Pflegesachleistungen zum 1. Januar 2015

Auch im Bereich der Pflegesachleistungen soll es Änderungen geben. Dazu gehört, dass ab Januar höhere Beiträge erstattet werden können. Insgesamt soll die Summe für Pflegesachleistungen sowie stationäre Leistungen um bis zu vier Prozent steigen. Darin beinhaltet ist die professionelle Betreuung zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung. Wer beispielsweise sein Badezimmer altersgerecht und barrierefrei gestalten will, der erhält für die nötigen Umbauten statt bisher 2557 Euro nun bis zu 4000 Euro. Diese Änderung in der Pflege zum 1. Januar 2015 gilt nicht für Leistungen, die 2012 mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz eingeführt wurden.

 

Arbeitgeber muss länger freistellen

Wer einen Angehörigen pflegt oder es einen akuten Pflegefall in der Familie gibt der die Unterstützung verlangt – beispielsweise einen Unfall oder Schlaganfall – kann sich ab dem 1. Januar bis zu zehn Tage bezahlt freistellen lassen. Dabei zahlt die Pflegeversicherung die nötige Lohnersatzleistung als Pflegeunterstützungsgeld. Im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes werden für diese Entlastung 94 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Insgesamt wird das Pflegestärkungsgesetz ab dem 1. Januar 2015 vor allem den häuslich gepflegten Menschen und deren pflegenden Angehörigen finanzielle und organisatorische Erleichterung bieten.

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